Die meisten Lohnfertiger haben kein Qualitätsproblem, sondern ein Sichtbarkeitsproblem. Die Aufträge kommen über wenige gewachsene Kontakte, oft über Jahrzehnte aufgebaut. Solange diese Kunden bestellen, läuft alles. Fällt einer aus, fällt sofort ein großer Teil der Auslastung weg, und es gibt keinen zweiten Kanal, der das auffängt.
Dazu kommt ein stiller Wechsel auf der Gegenseite. In den Einkaufs- und Konstruktionsabteilungen der Auftraggeber gehen erfahrene Leute in Rente, neue kommen nach. Wer den alten Ansprechpartner kannte, kennt den neuen nicht. Der neue wiederum sucht seine Lieferanten dort, wo er sie findet, und das ist selten das persönliche Netzwerk seines Vorgängers.
Der dritte Punkt ist die Verhandlungsposition. Wer auf jeden Auftrag angewiesen ist, kann beim Preis nicht hart bleiben. Genau dann wird aus einem Auslastungsproblem ein Margenproblem, und die teure Maschine rechnet sich nicht mehr.